Jahreswechsel 2006/2007 in Naumburg, "Hotel Kaiserhof"

Bereits im Dezember 2005 hatten wir für Silvester 2006 eine gemeinsame Reise mit Familienangehörigen geplant. Aufgrund einiger Ereignisse und z.T. krankheitsbedingter Absagen ging die Reise dann am 29.12.2006 nicht - wie ursprünglich angedacht - mit 12 Personen in den Thüringer Wald, sondern mit 8 Personen nach Naumburg, in die Saale-Unstrut-Region.

Für eine solche "Reisegruppe" eine ansprechende Unterkunft zu finden, ist gar nicht so einfach und bescherte uns einige einige "abendfüllende" Internetsitzungen: oftmals werden Reisen nur kombiniert über Weihnachten und Silvester angeboten (soviel Zeit haben wir aber nicht - Angela muss zwischen Weihnachten und Neujahr arbeiten...), kleinere Pensionen haben oftmals gar nicht so viel Zimmer wie in diesem Fall von uns angefragt, es gibt keine Silvesterfeier im eigenen Haus, und dann: die Preise, die manchmal vermuten lassen, dass über Silvester der noch fehlende Umsatz der gesamten letzten 12 Monate hereingeholt werden soll...

Wie auch immer, mit reichlich Geduld und Mühe hatten wir über das Reiseportal kurz-mal-weg.de dann endlich etwas passendes gefunden, wo alles passte - Reisezeit, Zimmeranzahl, -kategorie und -preis - das Hotel Kaiserhof in Naumburg. Prima, dann stand ja einem erlebnisreichen Silvesterwochenende nichts mehr im Weg.

Naumburg/Saale liegt von uns aus gesehen quasi "um die Ecke" - trotzdem waren wir wohl das letzte Mal vor mehr als 15 Jahren hier ;-) aber ansonsten auch sehr verkehrsgünstig und ist sowohl per Auto über die Autobahn A9 und gut ausgebaute Bundesstrassen sowie per Zug (ICE-Anschluss) schnell und unkompliziert zu erreichen.

Die Anreise war aufgrund der verringerten Teilnehmerzahl und der räumlichen Nähe zum Wohnort schnell organisiert: 8 Personen, 2 PKWs, eine halbe Stunde Fahrt. Am Freitagnachmittag (29.12.2006) trafen wir gegen 15:00 Uhr ein und wurden von der Empfangsleiterin Frau Reissner an der Rezeption sehr freundlich begrüßt. Wir hatten ja schon einige eMails ausgetauscht, zwecks Klärung der Details unserer Unterkunft und des "Rahmenprogramms", konnten auch gleich unsere Zimmer beziehen und ...
 
   
   


...starteten eine Stunde später zum ersten Erkundungsspaziergang in die Stadt.
(bitte auf die Bilder klicken, es öffnet sich dann eine vergrößerte Ansicht)

Das Hotel wurde Mitte der 90iger Jahre neu aufgebaut, an der gleichen Stelle gab es früher schon ein Hotel Kaiserhof in Naumburg, historische Bilder sind im Foyer / im Treppenaufgang zu sehen. Im Erdgeschoss befinden sich eine Reihe von Einkaufsmöglichkeiten, in unmittelbarer Nähe liegt der Naumburger Hauptbahnhof mit ICE-Verbindungen nach Berlin und München, aber alle diese Dinge wirkten sich absolut nicht störend während unseres Aufenthaltes aus. Parkplätze sind hinter dem Haus reichlich vorhanden, Hotelgäste erhalten eine Parkerlaubniskarte, die die problemlose Benutzung des Parkplatzes am Einkaufscenter ermöglicht. Eine sehr praktikable Lösung, finden wir!

Das Hotel Kaiserhof Naumburg gehört zur Hotelgruppe Center-Hotels, die in Franken, Sachsen-Anhalt und Sachsen insgesamt vier Hotels betreibt. Das Naumburger Haus ist wohnlich-modern und doch auch zweckmäßig eingerichtet, alles ist am richtigen Platz, man fühlt sich einfach wohl. Dazu trägt natürlich entscheidend die ausgesprochen ehrlich-freundliche und trotzdem unaufdringliche Betreuung durch das Hotelteam bei! Man fühlt sich hier wirklich gut aufgehoben, als Gast ernstgenommen und doch wie zu Hause.
Wir können Herrn Hanschke, dem Direktor des "Kaiserhof", zu diesem engagierten Team wirklich nur beglückwünschen: die Mitarbeiter im Hotel Kaiserhof Naumburg - ob Azubi oder Stammkräfte - sind ein Beleg dafür, dass die vielbeschworene "Service-Wüste Deutschland" keineswegs flächendeckend Realität ist.
Stellvertretend für alle Andern hier unser spezieller Dank an Frau Bettina Reissner vom Empfang für die freundliche Kommunikation und an unseren Kellner Marcus, der uns an allen drei Abenden im Hotel ausgezeichnet umsorgte und jeden unserer (Sonder-) Wünsche erfüllte. Die Menschen im "Kaiserhof" - das spürt man - sind mit Freude bei der Arbeit - einfach Spitze!

Doch nun weiter zu unserem Reisebericht. Wettermäßig hatten wir sehr viel Glück, es war trocken und auch keineswegs winterlich, was wir aber im Saaletal und im nördlichsten Weinbaugebiet Deutschlands auch nicht so richtig erwartet hatten. Die kurze Erkundungstour am Freitag führte uns in die Innenstadt von Naumburg, am Dom vorbei bis zum Marktplatz.
 
   
   

   
   
   
   
   

Den Freitagabend verbrachten wir im Hotel, bei gutem und trotzdem preiswerten Essen "a la carte" - der Küchenchef des Hotels ist 22 Jahre alt und trotz dieses jugendlichen Alters schon ein wahrer Könner seines Fachs.
 

Für den Samstag hatten wir uns ein etwas umfangreicheres Programm vorgenommen. Zuerst führte uns unser Weg nach Freyburg, wo wir nach einem kleinen Stadtrundgang eine Führung durch die Rotkäppchen-Sektkellerei mit anschliessender Verkostung (hatten wir vorher gebucht...) miterlebten.
Gleichzeitig mit uns trafen dort weitere Reisegruppen ein, so dass die mittlerweile sehr große Gruppe in zwei kleinere aufgeteilt wurde. Dabei hatten wir großes Glück, denn unsere Führerin ist keine geringere als die Deutsche Weinprinzessin Sandra Soldmann, die uns mit großer Kompetenz und viel Leidenschaft für den Wein und das Weinbaugebiet Saale-Unstrut durch die Sektkellerei führte und uns viel Interessantes über die Tradition der Sektherstellung in Freyburg vermittelte. (Die Weinprinzessinnen - zwei an der Zahl - sind quasi die "Gehilfinnen" der Deutschen Weinkönigin, sie unterstützen diese bei ihrer Arbeit.)
 
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   

Im Anschluss an die Besichtigung kauften wir natürlich auch noch ein paar Souvenirs im Rotkäppchen-Shop ein, u.a. die Sorte "Klassische Flaschengärung", die es nur hier und nicht im Handel zu kaufen gibt.

Unser Weg ging weiter nach Bad Kösen. Am imposanten Gradierwerk vorbei hinunter in die Stadt, wo wir am Ufer der Saale einen kleinen Imbiss einnahmen (natürlich drinnen, nicht draussen im Gartenlokal...).
 
 
 
 
 
 

Am Abend wartete dann das nächste "Highlight" unserer Silvesterreise: ein Stadtrundgang mit dem Nachtwächter durch Naumburg. Um 18:00 Uhr trafen wir uns am Dom, um in den nächsten anderthalb Stunden die Innenstadt Naumburgs unter fachkundiger Führung anzuschauen und viele interessante Details aus der älteren und jüngeren Geschichte der (fast...) 1.000-jährigen Stadt zu erfahren.
Ein solcher geführter Stadtrundgang ist absolut empfehlenswert: selbst der beste Reiseführer in Buchform kann nur einen Bruchteil dessen vermitteln, was "unser" Nachtwächter in den etwa 100 Minuten Rundgang alles zeigte und erzählte. Vieles davon haben wir uns dann gleich am nächsten Tag noch einmal bei Tageslicht angeschaut...
 
   



Obwohl der Silvesterabend sicher noch einige Überraschungen bereithalten würde und die Feier mit Sicherheit weit in den Neujahrsmorgen hineinreichen würde, haben wir uns auch am Silvestertag nicht nur ausgeruht, sondern auch hier einiges unternommen. Vormittags besuchten wir die Rudelsburg (bei ziemlich bescheidenen Witterungsverhältnissen: die Regentropfen kamen nahezu waagerecht angeflogen..), und danach fuhren wir nochmals Richtung Freyburg, um uns die Neuenburg näher anzuschauen. Hier die Bilder, zuerst die Rudelsburg:
 
   
   
   

Und nun zur Neuenburg, die einstmals größte und ausserdem älteste und wichtigste Burg der Landgrafen in Thüringen:
 
 
   
   
   
   
   

Am Abend startete dann die grosse Silvesterparty unter dem Motto "Swingin' Sixties". Die Mitarbeiter des Hotels hatten schon in der Vorbereitungsphase alle Register gezogen: seit dem frühen Morgen wurden das Restaurant und die Tagungsräume umgestaltet und zünftig im Stil der Sechziger geschmückt, und am Abend empfingen uns alle in 60iger-Jahre-Kostümen (Petticoat usw.).
Das Abendessen wurde als Menü serviert, da durch die Komplettbelegung des Hotels keine Räume für den Aufbau eines Buffets zur Verfügung standen. Eine kulinarische und erst recht logistische Meisterleistung, die ohne Probleme über die Bühne ging!
 
   
   
   
   
   
   
   

Ein weiteres Highlight waren die Karaoke-Auftritte von Herrn Hanschke (Direktor des Kaiserhof, vorn in Lederjacke) sowie des Nachtportiers (hinten, im weissen Elvis-Dress), die hier ihr künstlerisches Talent zu Elvis-Melodien vorstellten.

Der absolute Höhepunkt des Abends (war dann allerdings schon am Neujahrsmorgen...): das Team des Kaiserhofes überraschte die Gäste mit einer Showeinlage. Unbeschwert und erfrischend - auch nach Stunden angestrengter Arbeit zu Wohle der Silvestergäste: das kam ganz toll an bei den Gästen!
 
   
   

Nach einer recht kurzen Nacht, aber einem ausgiebigen und gewohnt guten Frühstück sind wir dann Neujahr gegen Mittag wieder nach Hause gefahren, aber nicht ohne das feste Versprechen im Herzen: wir kommen gern wieder!
 

zurück zur Urlaubsseite

Optimiert für 1024 x 768 / Letzte Änderung: 21.01.2007